Spieltag 22

Spieltag 22

Sechs Tore, ein verschossener Elfmeter und kollektive Ausgelassenheit – der SV Hummetroth siegt im Topspiel

Michelstadt. Als der eingewechselte Luka Konjicija in der vierten Minute der Nachspielzeit mit einem flachen Schuss in die kurze Ecke den Deckel auf ein rassiges Spitzenspiel machte, kannte der Jubel beim SV Hummetroth keine Grenzen. Alle stürmten sie auf den Torschützen, feierten gemeinsam hüpfend im Kreis. Denn Schiedsrichter Patrick Haustein (Großen-Buseck) pfiff die Partie gar nicht erst wieder an. 

Es war der 4:2-Schlusspunkt unter einem Verbandsliga-Topspiel, das hielt, was es versprach. Sechs Tore, ein verschossener Elfmeter und Hummetröther Comeback-Qualitäten - die Zuschauer im gut gefüllten Michelstädter Heinrich-Ritzel-Stadion und an den Bildschirmen bei der Übertragung auf Echo Online bekamen einiges geboten.

Aber der Reihe nach. Der SV Hummetroth ging ersatzgeschwächt ins Spitzenspiel gegen Tabellenführer SC Dortelweil. Neben Silas Zehnder (Knie) und Jannik Sommer (blieb nach Krankheit auf der Bank) musste kurzfristig auch der formstarke Amid Khan Agha wegen Fieber passen.

Doch die Elf von Trainer Artug Özbakir war gut eingestellt und bissig. Im ersten Anlauf verpasste Toptorjäger Giuseppe Signorelli noch die Führung, nach 18 Minuten machte es der Deutsch-Italiener mit seinem 19. Saisontor besser. Signorelli mit einem Schuss und Philipp Hamm, der freistehend den Keeper anköpfte, verpassten das 2:0. Mit zunehmender Spielzeit wurde es hitziger. Gästetrainer Gültekin Cagritekin haderte angesichts der vielen Fouls an der Seitenlinie: „Null Spielfluss.“ Und es kam aus Sicht des Gäste noch bitterer. Kaito Takeda unterlief kurz vor der Pause ein Eigentor. Hummetroth war nun auf der Siegerstraße, auch weil die Gästestürmer beim starken Abwehrchef Jonas Gadzo abgemeldet waren.
Und fünf Minuten nach Wiederanpfiff hätte Marcelo Manfredini endgültig alles klarmachen können. Doch sein Hammer knallte an den Pfosten. „Wenn der reingeht und das 3:0 fällt, gewinnen wir vielleicht 5:0“, sagt Hummetroths Trainer Artug Özbakir. Stattdessen kamen die Grünen aus dem Bad Vilbeler Stadtteil mit dem ersten Schussversuch noch mal zurück. Hummetroths Keeper Marlon Allmann ließ einen Schuss abprallen, der gerade eingewechselte Shahram Hashemi staubte ab (63.). „Mit den Wechseln haben wir einen anderen Schwung reingebracht“, bilanzierte Gäste-Coach Cagritekin. Das Spiel war jetzt offen, und nachdem Signorelli einen Elfmeter deutlich übers Tor setzte (69.), machte Moritz Feiler zwei Minuten später den Ausgleich.

Nico Struwe bringt die erneute Wende

Hummetroth war drauf und dran, den Sieg aus der Hand zu geben, doch ein Geniestreich von Nico Struwe, der wegen eines gebrochenen Nasenbeins mit Maske spielte, bescherte dem HSV doch noch den Erfolg. „Das schönste für einen Fußballer“, freute sich Struwe über den wichtigen Treffer, den Konjicija mit dem 4:2 wenig später veredelte.

 Mit dem Dreier rückt der SV Hummetroth nun auf einen Punkt an den Spitzenreiter aus Dortelweil heran. Und hat noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand. „Ich bin stolz auf die Jungs, das habe ich ihnen auch gesagt“, sagte Özbakir.

 Vor allem der Jubel nach dem Sieg erfüllte ihn mit Freude. „Wie alle hingerannt sind und gejubelt haben, zeigt, dass wir zusammen halten. Wir haben viel Qualität. Aber das allein reicht nicht, die Geschlossenheit macht uns aus“, so Hummetroths Trainer, der schon mal ankündigte, diese Jubelszene seinen Jungs in der kommenden Woche nochmal zeigen zu wollen.

Quelle: https://www.fupa.net/news/grenzenloser-hummetroth-jubel-nach-achterbahn-3081949?utm_source=fupa&utm_medium=sharebutton&utm_campaign=share_news

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