Spieltag 34
Der SV Hummetroth bleibt in der Hessenliga
Der SV Hummetroth hat sich mit einem Unentschieden gegen Türk Gücü Friedberg den Klassenerhalt in der Hessenliga gesichert – auch dank der Hilfe von Meister Eintracht Frankfurt II
Erbach . Aufatmen beim SV Hummetroth! Die Odenwälder (14.) haben den Klassenerhalt in der Hessenliga am letzten Spieltag mit einem 2:2 (2:2) gegen Türk Gücü Friedberg (7.) geschafft. Das Unentschieden reichte, weil der CSC Kassel (15.), der vor dem Spieltag mit einem Punkt Rückstand auf Hummetroth auf dem Relegationsplatz gestanden hatte, 5:7 (1:3) gegen den Meister Eintracht Frankfurt II verlor. Somit müssen die Kasseler in der Relegation antreten.
Hummetroths Trainer Tino Lagator zeigte sich mit gemischten Gefühlen: „Natürlich bin ich glücklich, dass wir es geschafft haben. Aber ich bin nicht zufrieden damit, wie wir es gemacht haben, weil wir eigentlich eine so hohe Qualität haben.“ Hummetroth vergab viele Chancen zum Sieg. Der Trainer spricht damit aber auch an, dass seine Mannschaft bereits vor zwei Wochen gegen den CSC Kassel alles hätte klarmachen müssen, aber wegen der 2:4-Niederlage sich nun „über einen Umweg“ rettete.
SV Hummetroth gegen Türk Gücü Friedberg wieder nachlässig
Lagator hatte vor dem letzten Spieltag der Saison angekündigt, dass seine Spieler sich der Situation bewusst seien. Und das war zu Beginn des Spiels zu spüren: Hummetroth setzte Friedberg früh unter Druck. Giuseppe Signorelli kam zweimal im Strafraum zum Abschluss (3.), wurde jedoch geblockt. Kurz darauf machte es der Stürmer besser: Felix Metzler kam nach einem langen Ball zunächst zum Abschluss, den Türk Gücüs Torwart Philipp Bagus noch zur Seite abwehrte. Nach Querpass auf Zubayr Amiri fälschte Signorelli dessen Schuss zum 1:0 ab (7.). Es war sein 23. Saisontor.
Mit der Führung brachten sich die Hummetröther nach einem schwerwiegenden Fehlpass am eigenen Strafraum in Bedrängnis. Schiedsrichter Simon Wecht entschied anschließend nach einem Gewühl auf Foul von Hummetroths Torwart Paul Leonhard und zeigte auf den Punkt. Saher Bhatti (15.) verwandelte den Elfmeter zum 1:1. Hummetroth schockte das nicht – die Lagator-Elf verlagerte das Spiel weiter in die Hälfte der Gäste, ohne vorerst zu Chancen zu kommen.
Diese hatte dann Ahmet Dogan, der mit seinem Freistoß aus 20 Metern aber nur den Pfosten traf (27.). Aleksey Radulaski (31.) machte es aufseiten der Gäste besser und staubte nach einer Kombination zum 2:1 ab. Hummetroth ließ sich nach dem Rückstand nicht hängen: Amid Khan Agha (41.) scheiterte erst noch an der Latte, ehe Ahmet Dogan (42.) einen Freistoß von Nikola Mladenovic zum 2:2 einnickte. Kurz vor der Halbzeit hatte Signorelli sogar noch die Chance auf die Führung, doch Bagus parierte (44.).
SV Hummetroth profitiert von Eintracht Frankfurt II
Der SVH hielt Friedberg in der zweiten Halbzeit vom eigenen Tor weg und spielte nach vorne. Signorelli blieb der Aktivposten: Erst köpfte er knapp über das Tor, dann ging sein sehenswerter Seitfallzieher drüber. Im Anschluss flachte die Partie etwas ab. Der eingewechselte Issak Somov (76.) sorgte dann wieder für offensive Akzente: Sein Schuss nach Tempo-Dribbling wurde zur Ecke geblockt. Kurz darauf scheiterte er aus etwa 12 Metern an Keeper Bagus. Anschließend spielte die Lagator-Elf die Partie – auch mit dem Wissen über den Spielstand im Parallelspiel – souverän herunter. Die Eintracht-Reserve führte zwischenzeitlich mit 6:1, machte es beim 7:5 aber noch einmal spannend.
Lagator hatte Mitte April als vierter Trainer des SVH in dieser Spielzeit übernommen – mit der Zielsetzung Klassenerhalt. „Wir haben das Ziel erreicht, aber es war eine turbulente Saison“, sagte er abschließend.
Bericht: https://www.fupa.net/news/der-sv-hummetroth-bleibt-in-der-hessenliga-3190031?utm_source=fupa&utm_medium=sharebutton&utm_campaign=share_news