Spieltag 3

Spieltag 3

Hessenliga: Hummetroth lässt Gästen keine Chance

Der Aufsteiger surft weiter auf der Erfolgswelle +++ Coach Özbakir lobt Arbeit gegen den Ball

Erbach. Damit hätte kaum jemand gerechnet: Neuling SV Hummetroth gewinnt in der Hessenliga beim 3:0 (2:0)-Heimsieg über den SC Waldgirmes auch das dritte Punktspiel ohne jedes Gegentor. Die Gäste aus der Lahnaue vergeigen alle drei Partien der noch jungen Runde und beklagen bereits zehn Gegentreffer.

Darin, dass das Defensivverhalten der beiden Teams die Partie entschieden hat, waren sich beide Trainer nach den 90 Minuten einig. „Wirklich alle meine Jungs haben über die gesamte Partie lang super gegen den Ball gearbeitet. Wir haben als Aufsteiger keine einzige Torchance der Waldgirmeser zugelassen“, strahlte SVH-Trainer Artug Özbakir auf der Zielgeraden der Galopprennbahn, die das Spielfeld im großzügigen Erbacher Sportpark noch vor der Tribüne umschließt. „Wir hatten uns so viel vorgenommen, haben dann aber nach vorne hin gefühlt 75 Prozent Abspielfehler produziert und dem Gegner fast die Tore aufgelegt“, wusste der sichtlich enttäuschte SCW-Coach Mario Schappert.

Der Waldgirmeser Anteil am hochverdienten Erfolg des wackeren Liganeulings sei an dieser Stelle kurz beschrieben. Bereits nach 160 Sekunden war es wieder einmal eine gegnerische Ecke, die den SCW ins Hintertreffen brachte. Ahmet Dogan trat sie – und in der Mitte staunten gleich vier Lahnauer aus viel zu großer Distanz darüber, wie Victor Olivera einköpfte. Eine halbe Stunde später bildete ein schlimmer Abspielfehler die Grundlage für das 2:0 von Leon Raitz. Und drei Minuten nach Wiederbeginn bekam der SC weder Druck auf Passgeber Raitz, noch auf den aus spitzem Winkel erfolgreichen Torjäger Giuseppe Signorelli. Der Aufsteiger hatte den Gast nicht etwa mit überragender Spielkunst in die Knie gezwungen, sondern mit einer effektiven, druckvollen Spielweise, die ein hohes Laufpensum und ein bärenstarkes Zweikampfverhalten anreicherten.

"Hätten noch deutlich höher gewinnen können"

 Waldgirmes bekam über die gesamten 90 Minuten niemals wirklich Tiefe in sein Spiel, ließ gegen die euphorisierten Gastgeber jede Körperlichkeit vermissen und war fast ständig viel zu weit weg vom Kontrahenten. Permanent trafen die Lahnauer die falsche Entscheidung, wenn es galt, das Spiel nach vorne hin schnell zu machen oder geduldig aufzubauen. Der gallige Aufsteiger war einfach im Kopf viel schneller als der pomadig auftretende SC.

 „Damit wird das Derby am Dienstag beim FSV Fernwald ganz klar zur Charakterfrage“, ordnete Mario Schappert den schwachen Auftritt seiner Schützlinge ein. Artug Özbakir wusste wohl, „dass wir noch deutlich höher hätten gewinnen können, wenn es bei den Kontern genauer zugegangen wäre. Damit bleibt mir inmitten des tollen Saisonstarts wenigstens noch Raum für Verbesserungswünsche an die Mannschaft vor dem Derby am Mittwoch gegen die ,Zweite’ von Darmstadt 98“, lächelte Özbakir.

 Hummetroth: Leonhard – Zehnder (37. Konjicija), Hamm, Gadzo, Henrique – Mladenovic, Klein – Dogan (58. Struwe), de Olivera, Raitz (66. Khan Agha) – Signorelli (58. Herdt, 73. Somov).

 Waldgirmes: Buss – Olizzo (46. Rexhepi), Safiew, Torben Höhn, Malte Höhn – Recio-Perez, Goldbach – Zouaoui (20. Götz), Stephan, Khalfaoui (66. Selinger) – Freischlad.

 Tore: 1:0 de Olivera (3.), 2:0 Raitz (34.), 3:0 Signorelli (48.) – Schiedsrichter: Diehl (Wolfsanger) – Zuschauer: 350 – Gelb-Rote Karte: Henrique (75., Hummetroth) wegen wiederholten Foulspiels.

Bericht: https://www.fupa.net/news/hessenliga-hummetroth-laesst-gaesten-keine-chance-3121879?utm_source=fupa&utm_medium=sharebutton&utm_campaign=share_news

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