Spieltag 15

Spieltag 15

Erbach. Flutlicht-Atmosphäre im Erbacher Sportpark: Am Freitagabend empfing der SV Hummetroth vor 1.800 Zuschauern mit der U21 von Eintracht Frankfurt den Tabellenführer zum Hessenliga-Spitzenspiel, das im Live-Stream von Echo online übertragen und von VRM-Chefredakteur Tobias Goldbrunner und Reporter-Legende Rolf Töpperwien kommentiert wurde. Letztendlich unterlagen die Odenwälder der Eintracht in einer Partie, die Töpperwien als „Spiel mit drei Halbzeiten“ beschrieb, deutlich mit 1:4 (0:1), wobei die Entscheidung erst in der Nachspielzeit fiel.

Die bisherige Zuschauer-Bestmarke aus dem Spiel gegen die U21 des SV Darmstadt 98 (etwa 1.000) wurde noch einmal deutlich übertroffen, schon weit vor dem Anpfiff waren die Sitzplätze auf der Haupttribüne restlos belegt. Neben dem extra eingerichteten Gäste-Bereich und den Bratwurst- und Bierständen rundete ein Blaskapellen-Auftritt in der Halbzeitpause das Programm ab. Auch der Frankfurter Co-Trainer und Ex-Profi Makoto Hasebe sprach von einer „sehr guten Atmosphäre“ – es war also alles vorbereitet für einen spannenden Fußball-Abend.

 Zumindest fast. „Auf der größten Party der Saison willst du natürlich auch zusammen mit deinem besten Freund sein“, erklärte Hummetroths Co-Trainer Ersin Kizarmis, der am Freitag alleine an der Seitenlinie stand. Cheftrainer Artug Özbakir musste die Partie von der Tribüne aus verfolgen, da der Coach wegen seiner Aussagen nach dem Eddersheim-Spiel vor zwei Wochen über den Schiedsrichter vom Hessischen Fußball-Verband für insgesamt vier Spiele gesperrt wurde.

 Die Eintracht begann sehr dominant und belohnte sich durch Top-Torjäger Daniel Starodid, der nach zehn Minuten SVH-Schlussmann Carl Leonhard umkurvte und dann ins leere Tor einschob, mit dem frühen 1:0.

Frankfurt spielte weiter druckvoll und kam zu mehreren Möglichkeiten, Hummetroth kämpfte sich in die Partie und verzeichnete nach einer knappen halben Stunde den ersten Torabschluss durch Ahmet Dogan. Noch vor dem Pausenpfiff wurden die Gastgeber immer besser und die Eintracht etwas passiver – die von Töpperwien beschriebene „zweite Halbzeit“, in der die Frankfurter Dominanz endete, hatte bereits begonnen.

 Die Odenwälder kamen dann noch druckvoller aus der Kabine und glichen schließlich nach einer Stunde durch Innenverteidiger Jonas Gadzo, der seinen Fuß in einen Freistoß von Dogan hielt, zum 1:1 aus. Es entwickelte sich fortan eine völlig offene Partie und beiden Teams boten sich mehrere Möglichkeiten auf den Führungstreffer.

 Die Entscheidung fällt erst in der Nachspielzeit

 Eine Viertelstunde vor Schluss jubelte dann die Eintracht, nachdem SVH-Verteidiger Fabian Borger unglücklich wegrutschte und Starodid vor dem Tor eiskalt blieb und seinen Doppelpack zum 2:1 schnürte. In der danach folgenden „dritten Halbzeit“ agierte die Eintracht wieder souveräner, hielt die Odenwälder überwiegend fern vom eigenen Tor und entschied die Partie durch den eingewechselten Metehan Yildirim (90.+1) und Nico Ochojski (90.+4), der per Strafstoß den 4:1-Endstand markierte. „Hummetroth hat nach der Pause ordentlich Druck gemacht“, bekannte auch Hasebe, der schlussendlich aber von einem „verdienten Sieg“ sprach. „Das Ergebnis ist natürlich bitter für uns, da wir kurz vor dem 1:2 selbst die Chance hatten, in Führung zu gehen. Die Eintracht war dann am Ende einfach gnadenlos“, erklärte Kizarmis.

Bericht: https://www.fupa.net/news/hl-hummetroth-verliert-gegen-gnadenlose-eintracht-3142825?utm_source=fupa&utm_medium=sharebutton&utm_campaign=share_news

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