Spieltag 17
Walldorf. Der SV Hummetroth kriselt weiter! Gegen Rot-Weiß Walldorf unterlagen die Odenwälder 3:4 - nach 1:0-Führung verlor die Özbakir-Elf am Ende im Nebel den Durchblick.
Das Verfolgerduell der Hessenliga begann auf Augenhöhe. In einer ereignisarmen ersten Hälfte waren die Gäste aus Hummetroth zwar die bessere Mannschaft, konnten sich für ihren Einsatz aber nicht belohnen. Mehrmals rettete RWW-Schlussmann Tim Nieschler – gegen Victor de Oliveira und Giuseppe Signorelli – und so ging es torlos in die Halbzeit.
Doch nach dem Wiederanpfiff wirkten beide Mannschaften wie ausgewechselt. So wurde offensiv und weniger auf Sicherheit gespielt. Das nutzte der SVH direkt aus und erzielte durch Guiseppe Signorelli in der 55. Minute die Führung für Hummetroth. Die Gäste drückten weiter und wollten ihre Führung ausbauen. Doch dann gelang RWW aus dem Nichts ein Doppelschlag durch Bennett Kruse (64. und 68.), der schon in der ersten Hälfte für den verletzten Kapitän Robert Metzler eingewechselt worden war. Walldorf war eiskalt vor dem Tor. Und so lag der SV Hummetroth plötzlich zurück. „Ich bin reingezogen, dann war klar: Jetzt wird geschossen, und das hat gepasst“, beschreibt Kruse seine beiden ähnlichen Treffer.
Nebel: Schiedsrichter unterbricht die Partie
Zwanzig Minuten vor Schluss unterbrach der Unparteiische Simon Wecht das Spiel aufgrund der zunehmend schlechter werdenden Sichtverhältnisse. Das war auch die richtige Entscheidung. Durch den aufziehenden Nebel war zwischenzeitlich die Gegengerade kaum zu erkennen.
Schon 20 Minuten später kehrten die Mannschaften zurück auf die Spielfläche und die Partie wurde fortgesetzt. Wäre das Schiedsrichtergespann zu dem Entschluss gekommen, das Spiel nicht fortzusetzen, hätte das Duell wiederholt werden müssen, da die 70. Minute noch nicht beendet war. Erst dann wäre es möglich, das Spiel an einem anderen Tag mit dem bestehenden Spielstand von 2:1 fortzusetzen und die restlichen 20 Minuten auszuspielen.
ZUM RE-LIVE
Hummetroth tat die Pause sichtlich gut, denn die Gäste erzielten den direkten Ausgleich in der 74. Minute. Nico Struwe nahm eine Flanke von links an der Kante des Sechzehners geschickt an und schloss eiskalt ab. Doch wenig später zappelte das Leder auf der anderen Seite wieder im Netz, aber das Schiedsrichtergespann entschied auf Abseits. Die Walldörfer gaben sich nicht auf, erzielten auch mit den nächsten beiden Schüssen zwei Tore und gingen durch Nathan Doganay (82.) und Luca Manganiello (84.) mit 4:2 in Führung.
Özbakir hadert mit Chancenverwertung
Signorelli konnte zwar in der 89. Minute noch den Anschlusstreffer für den SV Hummetroth erzielen, aber den Gästen lief die Zeit davon. Denn auch eine weitere Großchance zum Ausgleich durch Struwe blieb ungenutzt. So verlor der SVH erneut und muss aufpassen, nicht weiter abzurutschen in der Tabelle.
„Es läuft aktuell alles gegen uns“, haderte Hummetroths gesperrter Trainer Artug Özbakir nach der Partie. „Walldorf hatte vier Chancen und macht vier Tore. Wir müssen zur Pause eigentlich 2:0 oder 3:0 führen und machen die Tore nicht“, sehnt Özbakir die Winterpause herbei.
Bericht: https://www.fupa.net/news/sv-hummetroth-verliert-in-walldorf-den-durchblick-3146799?utm_source=fupa&utm_medium=sharebutton&utm_campaign=share_news