Spieltag 16
Friedberg. Der SV Hummetroth muss in der Hessenliga die nächste Niederlage hinnehmen. Gegen Türk Gücü Friedberg unterlagen die Odenwälder am Sonntag 0:2 und müssen auf dem dritten Platz den Anschluss an die Spitzenteams vorerst abreißen lassen.
„Schade, dass wir auf diesem Platz spielen mussten, das hatte mit Fußball nix zu tun“, sagte Hummetroths Trainer Artug Özbakir über das tiefe Geläuf auf dem Nebenplatz des Friedberger Stadions. „Sie wussten, wie man dort spielt.“ Als Ausrede für die Niederlage wollte er diesen Umstand allerdings nicht gelten lassen. Sein Team habe 20 Minuten gebraucht, um mit den Gegebenheiten zurechtzukommen. Ein Kopfball von Danny Klein und Ahmet Dogan, der aus sieben Metern vorbei zielte, waren die besten Chancen der Odenwälder. Es entwickelte sich ein intensives Duell, das in Minute 40 einen ersten Knackpunkt erlebte. Hummetroths Kapitän Klein ging im letzten Drittel des Gegners gelb-verwarnt rustikal zu Werke und sah die Ampelkarte. „Berechtigt“, befand Özbakir. Und zugleich unnötig. „Das weiß Danny aber auch.“
In der Folge zog sich der SVH tiefer in die eigene Hälfte zurück und konzentrierte sich aufs Verteidigen. Und hatte doch durch Silas Zehnder, der nur die Latte traf, die Chance zur Führung. Stattdessen unterlief dem eingewechselten Nico Struwe ein Ballverlust, Friedbergs Torjäger Noah Michel ließ Mateus Dias aussteigen und schoss mit der Fußspitze ein (71.). „Nico darf da hinten nicht ins Dribbling gehen, zumal wir es vorher angesprochen haben, dass wir das vermeiden wollen“, haderte der gesperrte Özbakir.
Unnötige Fehler des SV Hummetroth bestraft
Co-Trainer Ersin Kizarmis wechselte, brachte Nils Herdt und Jannik Sommer. Und eben jener Sommer bediente Stürmer Herdt, der vier Minuten nach seiner Einwechselung mit einem langen Bein in den gegnerischen Torhüter reinrauschte und von Schiedsrichter Dominik Dylka des Feldes verwiesen wurde (83.). In doppelter Unterzahl machte dann Michel in der Nachspielzeit mit dem 2:0 für Türk Gücü alles klar. „Wir haben den Kampf angenommen, aber unsere unnötigen individuellen Fehler wurden brutal bestraft“, bilanzierte Özbakir, dessen Team nun den letzten Platz der Fairnesstabelle der Hessenliga (41, Gelbe, 2 Gelb-Rot, 5 Rote Karten) belegt. „Wir zahlen Lehrgeld, in dem wir uns falsch verhalten“, so Özbakir.
Bericht: https://www.fupa.net/news/hessenliga-svh-ist-letzter-in-der-fairnesstabelle-3144645?utm_source=fupa&utm_medium=sharebutton&utm_campaign=share_news