Spieltag 11
Der SV Hummetroth zeigt beim Debüt von Trainer Aytac Sulu ein dominantes Spiel, doch das Aluminium verhindert einen Sieg zum Einstand.
Wie der neue Trainer auf seinen Start blickt.
Erbach. Blitzstart, Traumtor, XXL-Halbzeitpause und zwei verschenkte Punkte – das Debüt von Aytac Sulu als Trainer beim SV Hummetroth hielt so einige Geschichten bereit. Fünf Minuten waren gespielt, da ging der Hessenligist im Erbacher Sportpark im Duell gegen den FSV Fernwald in Führung. Der perfekte Start. Spielmacher Ivan Knezevic war der Torschütze. Doch nur sieben Minuten später glichen die Mittelhessen, Tabellen-Zehnter, nach einem langen Einwurf durch Liridon Krasniq aus (12.). Und ein Traumtor von Nicola Jürgens aus 35 Metern in den Winkel brachte den FSV gar in Führung. Unhaltbar“, befand auch Hummetroths Coach Sulu, der Fernwalds Torschütze nach dem Spiel mitgab, das Video vom Treffer bei der Sportschau einzureichen. Doch sein Team habe den Nackenschlag super weggesteckt, meinte Sulu. „Die Jungs haben eine sehr gute Moral gezeigt“. Und so kamen die Hausherren vier Minuten vor der Pause durch Nikola Mladenovic zum Ausgleich. Der ehemalige Darmstädter, den Sulu wie Silas Zehnder und Carl Leonhard noch aus Lilien-Tagen kennt, hatte sogar noch eine weitere Torgelegenheit, traf aber genauso wie Torjäger Giuseppe Signorelli nur Aluminium. Dann war Pause: und die dauerte ungeplant länger als gedacht. Denn der Linienrichter hatte sich verletzt, so konnte erst nach knapp 45 Minuten wieder angepfiffen werden. Odenwalds Schiedsrichterchef Christian Vogel sprang ein.
SV Hummetroth lässt mehrere Großchancen liegen
Nun dominierte der SVH die Partie, schnürte den FSV Fernwald, der ohne Awed Issac (feierte beim 1:1 gegen Kenia sein Länderspieldebüt für Eritrea) antrat, in der eigenen Hälfte ein. Und hatte zwei weitere Lattenkracher und eine hochkarätige Chance durch Signorelli. Doch der Ball wollte nicht rein. „Wir hätten eigentlich gewinnen müssen“, befand Sulu, der mit dem Auftritt seines Teams dennoch zufrieden war. Moral und Intensität hätten nach nur wenigen Trainingseinheiten – Sulu hatte am Dienstag erstmals das Training geleitet – gestimmt. In Zukunft will der ehemalige Darmstädter Bundesligaprofi noch mehr seinen Stempel dem Hummetröther Spiel aufdrücken. „Dominanter Fußball, mit Intensität und hohem Laufpensum“, so lautet Sulus Vorstellung. Schon in den vergangenen Tagen hatte er länger und intensiver trainieren lassen. Doch schwere Beine waren nicht zu spüren. Im Gegenteil: „Die Jungs haben etwas überpacet teilweise.“
Vorgänger Tino Lagator bleibt in Hummetroths Trainerteam
Dabei kann Sulu auch weiterhin auf seinen Vorgänger Tino Lagator setzen. Der Kroate bleibt dem Trainerteam genauso wie Luca Trizzino erhalten. „Er ist ein ganz wichtiger Ansprechpartner, zu dem ich vollstes Vertrauen habe“, sagte Sulu über Vorgänger Lagator. Der kenne die Liga, die Gegner und die Mannschaft und sei daher bei der Eingewöhnung sehr hilfreich. Wie die weitere Rollenverteilung in Zukunft aussehen werde, wolle man in den nächsten Wochen entscheiden. Vorstellbar seien verschiedene Schwerpunkte, etwa auf Analyse oder Standards. Bis dahin will Sulu sein Team noch besser kennenlernen. Schon am kommenden Sonntag wartet mit dem Drittplatzierten FC Eddersheim die nächste schwere Aufgabe.
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