Gruppenliga Darmstadt-Spieltag 33

Gruppenliga Darmstadt-Spieltag 33

Hummetroth. Dunkle Wolken hingen vor dem Anpfiff über dem Sportplatz des SV Hummetroth. Und so mancher Zuschauer wertete das schon als ein schlechtes Omen für den Spitzenreiter der Gruppenliga Darmstadt vor dem letzten Saisonspiel gegen den FC Alsbach. Denn für die abstiegsbedrohten Gäste ging es im Saisonfinale um ähnlich viel wie für die Odenwälder. Und genauso trat das Team von der Bergstraße auf. Gut gestaffelt und sortiert machte es Alsbach dem Favoriten in der Anfangsphase schwer, setzte nach Ballgewinnen in der eigenen Hälfte immer wieder Nadelstiche. Nennenswerte Gelegenheiten freilich konnten sich die Grün-Schwarzen nicht erspielen.
Spitzenreiter nutzt erste Chance eiskalt

Gleiches galt zwar auch für den SVH – mit einem entscheidenden Unterschied: Mit der ersten Gelegenheit der Partie führte der Spitzenreiter. Nach einer Flanke von Danny Klein von der rechten Seite war Luca Kaiser per Kopf zur Stelle und nickte aus kurzer Distanz nahezu unbedrängt zum 1:0 (14.) ein. Und nur wenige Minuten später setzte Ex-Profi Silas Zehnder mit dem 2:0 (26.) noch einen drauf. Sehr zur Freude von SV-Trainer Richard Hasa, dem der Spielverlauf natürlich in die Karten spielte: "Wir wussten, dass Alsbach ein kompakter, ein unangenehmer Gegner ist, der versucht, aus dem tiefen Block nach vorne umzuschalten. Daher durften wir nicht zu sehr aufmachen." Das tat sein Team nicht, spielte im Gegenteil seine Angriffe deutlich besser aus. Erneut Zehnder per Freistoß (28.) und Luca Kaiser (33.) hätten die Partie bereits zur Pause entscheiden können.
Nach dem Seitenwechsel sahen die rund 250 Zuschauer auf dem tiefen Rasen ein zerfahrenes Spiel. Die Alsbacher versuchten alles, fanden aber gegen die gut gestaffelte Viererkette der Odenwälder zu selten einmal spielerische Mittel. Die besseren Gelegenheiten verbuchte weiter der SV Hummetroth. Nico Struwe vergab freistehend aus zwölf Metern (71.), Morten Gräf prüfte FCA-Keeper Bonias mit einem Schuss (77.). In der hektischen Schlussphase sah die Alsbacher Bank noch zweimal Rot von Schiedsrichter Niklas Löhr (FC Bierstadt), ehe der eingewechselte Vassilios Temirtzidis per Kopf den 3:0-Endstand (90.+3) markierte.
Der Rest war Jubel beim Team von Richard Hasa, der sein Team nach dem Spiel für eine überragende Rückrunde lobte: "Unser Ziel war es, mindestens in die Relegation zu kommen, das hatten wir schon vor dem Spiel erreicht. Wir waren nicht die ganz dominante Mannschaft, die viele Tore geschossen hat. Aber wir haben in der Rückrunde einfach kaum noch etwas zugelassen." Ein Grund für den Titel sah Hasa in den Wintertransfers, allen voran der Verpflichtung von Silas Zehnder von Viktoria Aschaffenburg: "Diese Transfers waren für uns sehr wichtig. Wir haben gesagt, dass wir noch einen Sechser brauchen, und wir brauchten noch einen Außenverteidiger, weil wir von der Dreierkette wegwollten hin zu einer Viererkette. Daher hat uns Silas richtig gutgetan."

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